Erneuerbare Energien für junge Minsker/innen

Erneuerbare Energien waren auch dieses Jahr wieder der Thema beim 2. Seminar des Minsk Clubs für Studierende und junge Berufstätige aus Minsk. Viele junge Minskerinnen und Minsker hatten sich für die auf der Internetseite des Clubs und entsprechenden belarussischen Websites ausgeschriebene Seminarwoche beworben. Sechs wurden ausgewählt , sind – wie bei Städtepartnerschaften üblich – auf eigene Kosten angereist und wurden in der 2. Juliwoche von Clubmitgliedern betreut. Finanziert werden konnte die Woche durch Unterstützung der Stadt Bonn, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Firma Convex international.
Eine Einführung durch die Experten Thomas Neumann und Walter Kessel leitete die Woche ein. Anschließend folgte ein Stadtrundgang mit Besichtigung der wichtigsten An- und Aussichtspunkte und den Hinweisen zur „nachhaltigen Stadt Bonn“. Die nächsten Tage waren belegt mit Informationsbesuchen und Gesprächen bei den Vereinten Nationen, im Post Tower, beim Weltwindenergieverband, bei Solarworld, und im neuen Heizkraftwerk der Stadt Bonn. Sie wurden als besonders anschaulich bewertet. Bei allen Gesprächen war die Sicherung der Energieversorgung eine wichtige Frage. Nach wie vor ist die Systematik des freien Marktes und die öffentliche Förderung für die Minsker mit Fragezeichen versehen. Beeindruckt hat die Gäste die Heiz- und Kühlanlage im Kameha Grand, die das gesamte Quartier am Bonner Bogen über Geothermie klimatisiert. Besonderes Highlight war die Fahrt in einem E-Mobil, das ob des fehlenden Motorgeräusches als ausgesprochen wohltuend empfunden wurde.
Natürlich kam auch das andere Bonn nicht zur kurz. Besucht wurde die Deutsche Welle. Sie erhielten im Haus der Geschichte eine Führung in Russisch und beurteilten im Nachhinein das Haus mit seinen interaktiven Möglichkeiten als besonders sehenswert. Sie besuchten ein Donnerstagskonzert im Münster unter dem Titel „Orgel trifft symphonisches Blech“, das alle begeisterte. Und sie wurden von Bürgermeister Limbach im Sternzimmer des Alten Rathauses empfangen. Selbstverständlich wurde auch das Beethovenhaus besucht und – auf eigenen Wunsch – Köln mit Dom samt Turmbesteigung und das Schokoladenmuseum.
In der abendlichen Freizeit konnten die jungen Männer und Frauen die Bonner Altstadt mit Kölsch und Bönnsch kennenlernen und haben manche Gesprächspartner gefunden, die ihnen das deutsche und das „bönnsche“ Lebensgefühl vermittelt haben. In einer Feedbackrunde am letzten Abend zeigten sich alle sehr zufrieden mit dem Programm und dem Verlauf der Woche sowie der Betreuung durch den Club: Motivation, das Seminar „Erneuerbare Energien“ für junge Leute aus der Partnerstadt auch zukünftig im Programm zu berücksichtigen.

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