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Die Republik Belarus (Weißrussland) bildet die Grenze zwischen West- und Osteuropa. Angrenzend an Russland, die Ukraine sowie Polen, Litauen und Lettland nimmt das Land eine Fläche von 207.600 Quadratkilometern ein, die von rund zehn Mio. Menschen aus mehr als hundert Nationalitäten bevölkert wird. Belarus ist reich an Naturressourcen und Bodenschätzen. Große Teile des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Die ausgedehnten Waldgebiete haben eine hohe Bedeutung für den globalen Klimaschutz.

Leute

Warum Weißrussland? „Weiße Rus“ wird von manchen mit „unabhängig, frei“ übersetzt, andere Deutungen führen den Begriff auf die weiße Kleidung, blonden Haare und helle Hautfarbe der Dorfbevölkerung zurück. Eine weitere Erklärung verbindet den Namen mit der Christianisierung, die weit früher als im benachbarten und lange noch heidnischen Russland stattfand. Die meisten Historiker jedoch beziehen sich in ihren Erklärungsversuchen auf Ereignisse im 13. Jahrhundert. Damals wehrten die Fürstentümer Polatsk, Minsk, Smalensk, Turau und Witebsk mongolisch-tatarische Angriffe erfolgreich ab. Sie wurden danach im Gegensatz zu den besetzten Gebieten – den „Schwarzen Rus“ – als „Weiße Rus“ bezeichnet.
Die Urbevölkerung von Belarus spricht das angestammte belarussisch – übrigens vom 14. bis zum 17. Jahrhundert auch Amtssprache des Großfürstentums Litauen. Mit Aufnahme Weißrußlands in das russische Reich gewann die russische Sprache zunehmend an Bedeutung. Die Belarussen stellen nach wie vor über 80 Prozent der Bevölkerung, doch auch Russen, Polen, Ukrainer, Balten und Vertreter vieler anderer ethnischer, kultureller und religiöser Minderheiten sind vertreten. Nach dem Auseinanderfallen der Sowjetunion gab sich die Republik Belarus im Jahre 1994 ihre Verfassung als unitarischer, sozialer Rechtsstaat.

Stadt

Die erste Erwähnung von „Menesk“ ist in einer Chronik aus dem Jahre 1067 zu finden. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt am Zusammenfluss von Swislotsch und Nemiga zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen Schwarzem Meer und Ostsee sowie den europäischen Städten und den östlichen russischen Fürstentümern.
Heute ist Minsk die Hauptstadt der Republik Belarus und mit 1,8 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 255,8 km2 zugleich die größte Stadt Weißrußlands. Die Stadt bildet das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und ist auch der größte Verkehrsknotenpunkt der Republik Belarus.
Industrie, Wissenschaft, Forschung und Verkehr sind in Minsk gut entwickelt. So sind rund 300 Unternehmen vor allem aus den Bereichen Maschinenbau, Elektroenergie, Buntmetallurgie, medizinische und polygrafische Industrie vor Ort ansässig. Die Wissenschaftsstadt Minsk beherbergt die Nationale Akademie der Wissenschaften sowie zahlreiche Forschungsinstitute und Universitäten.