„Der Tschernobyl –Weg“ – Von der Katastrophe zum Garten der Hoffnung –

Lesung mit Prof. Dr. Irina Gruschewaja am 18.9.2017

Auf Einladung des Minsk Club Bonn e.V. las Irina Gruschewaja aus ihrem für den deutschen Sprachraum editierten und herausgegebenen o.g. Buch. Das Buch, geschrieben von Alexander Tamkowitsch, ist ein wichtiges Zeitdokument. Zum ersten Mal wird versucht, nicht die Opfer und die Schäden in den Vordergrund zu stellen, sondern darzustellen, wie die Bevölkerung aus eigener Kraft die Folgen von Tschernobyl auf dem Territorium von Belarus bewältigte. Beschrieben wird das großartige Engagement vieler tausend Belarussen. Bei der Schaffung zivilrechtlicher Strukturen zur Selbsthilfe sowie der Zukunftssicherung der Kinder von Tschernobyl wurden sie von vielen Menschen aus westlichen Staaten unterstützt.
Irina Gruschewaja, Preisträgerin „Frau Europas 2011“, las und berichtete über die Erlebnisse aus dieser Zeit. Die Zuhörer waren aufmerksam und gespannt, zumal viele von ihnen diese Zeit hautnah miterlebt haben. Aber auch die jugendlichen Zuhörer waren interessiert dabei, da authentische Informationen von Zeitzeugen die Diskussionen spannend machten.
70 % des Fallouts der Katastrophe im Atomkraftwerk von Tschnobyl gingen auf Belarus nieder. Vor allem Kinder litten und leiden unter der radioaktiven Strahlung. Die belarussische Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ und Tausende aktive Belarussen schafften trotz staatlicher Bedrückung in der damaligen Sowjetunion ein beispielloses Programm zur Erholung von der Katastrophe. Über 600.000 belarussische Kinder wurden z. Bsp. in ganz Europa erholsame Wochen durch Ferienaufenthalte bei Gasteltern ermöglicht.
Auch der Minsk Club Bonn führte mehrere Ferienmaßnahmen im Rheinland mit Unterstützung der Stadt Bonn sowie diverser Sponsoren durch.

“ Es ist wichtig, dem Menschen Respekt zu erweisen, ihm Aufmerksamkeit zu schenken und das Gefühl zu vermitteln, er ist nicht allein und man braucht ihn!Wir müssen es begreifen: Wir alle leben in einer Welt. Und diese Welt wird so sein, wie wir sie selbst gestalten“  Gennadij Gruschewo

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