13.11. Deutsche Welle: Lesung mit Artur Klinaŭ

klinau_artur_autorenportrait-privat_e1666be680Gemeinsam mit der Deutschen Welle und der Stadt Bonn veranstaltet der Minsk Club Bonn e.V. im Rahmen des Rheinischen Lesefestes „Käpt’n Book“ am 13.11.2014 in der Deutschen Welle, Kurt-Schumacher-Str. 3 eine Lesung mit Artur Klinaŭ.
Artur Klinaŭ, geboren 1965 in Minsk, ist Schriftsteller, Künstler und Architekt. Bereits während seines Architekturstudiums, das er 1987 abschloss, war er künstlerisch tätig. Seine Werke wurden in mehreren europäischen Ländern ausgestellt. Seit zehn Jahren gibt er die unabhängige Kunstzeitschrift pARTisan heraus, das einzige Magazin, das sich mit zeitgenössischer belarussischer Kultur beschäftigt. Artur Klinaŭ gilt als einer der einflussreichsten Kulturschaffenden seines Landes. Er lebt und arbeitet in Minsk.

Minsk – Sonnenstadt der Träume

Wer zum ersten Mal nach Minsk kommt, ist irritiert und überwältigt von den riesigen Boulevards, den endlosen Parks mitten im Zentrum, den vielen mit sonderbarem Dekor reich verzierten Palästen. Von den Sowjets als ideale Stadt, als Verwirklichung der kommunistischen Utopie entworfen, hat Minsk sich in einen Raum des Absurden verwandelt: architektonisches Monument einer Stadt des Glücks und Ausdruck der Unmöglichkeit, es zu erlangen. Hier findet der Kampf um die Zukunft statt, die Demokratie drängt hinein … Artur Klinaŭs literarischer Spaziergang durch Minsk verbindet Stadtgeschichte, politische Verhältnisse, Architektur und Kultur mit persönlichen Erlebnissen, sodass ein einzigartiges Porträt der Stadt entsteht.

Partisanen – Kultur_Macht_Belarus

Der Partisan ist nach Artur Klinaŭ nicht nur der heroische Typ mit der Waffe in der Hand. „Er ist auch eine Diagnose: pathologischer Bewusstseinszustand mit tief sitzenden Ängsten als Reaktion auf historisch bedingte Traumata.“ Der Partisan ist eine für Belarus typische Figur. Heute aber, so Klinau und die Macher seiner Zeitschrift pARTisan, ist eine Partisanen-Strategie der Kunst der einzige Weg aus der tiefen Misere seines Landes. Denn Politik hilft gegen das Regime eines Lukaschenka nicht weiter. Wie diese Strategie aussieht, davon handelt dieses Buch. – Aus dem Russischen von Steffen Beilich.

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