08.04. Swetlana Alexijewitsch „Secondhand-Zeit“, Lesung und Gespräch mit der Autorin

Swetlana Alexijewitsch

Swetlana Alexijewitsch, Bild: IMAGO

Moderation: Gerd Koenen
Übersetzung: Ganna-Maria Braungard
Dienstag, 8. April, 19:30 Uhr, Haus der Geschichte
Bericht in der Bonner Rundschau: Das Böse steckt auch in Tante Olga.

Im Anschluss an die Veranstaltung hat die Deutsche Welle dieses Interview geführt.

Swetlana Alexijewitsch, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2013, ist eine der herausragenden Gestalten in der postsowjetischen Literatur. Sie schuf in ihren auf Interviews beruhenden dokumentarischen »Romanen in Stimmen« eine ganz eigene literarische Gattung. Mit dieser Herangehensweise einer emotionalisierten Geschichtsschreibung ist sie zum moralischen Gedächtnis ihrer Mitmenschen in Weißrussland, Russland und der Ukraine geworden.
In »Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus« lässt sie einen vielstimmigen Chor von den radikalen gesellschaftlichen Umwandlungen der postsowjetischen Zeit erzählen, von ihren Verunsicherungen und Katastrophen.

Swetlana Alexijewitsch (Jg. 1948) wurde in der Ukraine geboren und wuchs in Weißrussland auf. Wegen ihrer Bücher, darunter »Der Krieg hat kein weibliches Gesicht«, »Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft« und das auf Gesprächen mit den Müttern in Afghanistan gefallener Soldaten basierende »Zinkjungen«, stand die ausgebildete Journalistin mehrfach vor Gericht. Ihre Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.
In Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus und dem Minsk Club Bonn.

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